29. November 2016

Viel Reformbedarf beim Saar-ÖPNV

 

 

Unter dem Titel „SAAR-ÖPNV - flächendeckend - bus&bahn BEZAHLBAR“ stand die Veranstaltung des fds_Saar am 28. November 2016 in der N11 Saarbrücken. Als Referenten konnte Thomas Lutze (MdB DIE LINKE.) gewonnen werden, der u.a. auch Mitglied im Verkehrsausschuss ist und zugleich verkehrspolitischer Sprecher unserer Landespartei ist.

Nach einer Bestandsaufnahme der Entwicklung der letzten Jahren bei Bus und Bahn – angereichert um Speziallösungen wie Rufbussen, Ast-Taxis - und der Skizzierung von Entwicklungen bei Bahnreaktivierungen, ging es vor allem um soziale Komponenten im Saar-ÖPNV. So existiert zwar ein Studierendenticket, aber Preisstabilität und sinnvolle Verknüpfung nach Rheinland-Pfalz fehlen. Ähnliche Angebote für die, die dringend und täglich auf Bus und Bahn angewiesen sind, müssen besser ausgestaltet werden: für Schüler, wie auch Arbeitnehmer. Es darf nicht länger sein, dass Hartz IV Bezieher von dem wenigen Geld teils monatelang Schülertickets vorfinanzieren müssen - es muss genau umgekehrt laufen, mehr Geld für die Schülertickets im Vorgriff. Die Leistungen sind bei schulpflichtigen Kindern absolut absehbar, der ÖPNV-Anteil in Hartz IV ein schlechter Scherz. Die Jugend ist unsere Zukunft und sollte nicht als ein sicherer Garant für garantiert greifende Preiserhöhungen angesehen werden.

In der sich anschließenden offenen Diskussion wurden interessante Ansätze aus anderen Bundesländern vorgestellt, die man im Saarland adaptieren könnte um die Nutzung des ÖPNV attraktiver zu gestalten. Konkrete Fehlentwicklungen, Möglichkeiten des fahrscheinlosen Nahverkehrs wurden ebenso an- und besprochen wie die Sinnhaftigkeit kreisübergreifender Lösungen im ÖPNV.

 

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