09. AUGUST 2016

Ab dem 7.8. lebt die Welt auf Pump

 

 

Ende April erreichte Deutschland den Punkt, an dem alle regenerativen Ressourcen aufgebraucht waren, am 7. August 2016 galt dies für die ganze Welt. Die Tage rücken ständig nach vorne im Kalender. So lebte die Weltbevölkerung im Jahr 2000 erst ab dem 1. Oktober auf Pump, also auf Kosten zukünftiger Generationen. Denn genau diese Generationen werden mit den Folgen des Artensterbens, der Erosion fruchtbarer Böden, den Gift- und Dreckeinträgen in Boden, Luft und Wasser sowie den überfischten Meere leben müssen. Es hat schon etwas Zynisches, wenn Global Footprint errechnet, dass man aktuell 1,6 Erden benötigt, um den Bedarf zu stillen. Nur für Indien wären es 0,7 Erden, nur für Deutschland 3,1 Erden. Die deutsche Bevölkerung bemerkt davon wenig, man übt Kritik, dass gerade im armen Brasilien die Olympischen Spiele stattfinden. Sicherlich hat Brasilien wichtigere Probleme, als millionenschwere Austragungsstätten zu bauen. So z.B. die Wasserknappheit auf dem Land, wo Monokulturen immer mehr Regenwald verdrängen und die Böden der Erosion freigeben. Der - in Massen angebaute - Soja geht übrigens zu fast 100% ins Ausland, in nicht unerheblichen Maße nach Europa, nach Deutschland. Denn auch in Deutschland erfreut sich Soja bzw. die diversen Sojaprodukte größter Beliebtheit. Die ökologische Zeche zahlen u.a. die BrasilianerInnen. „Man muss schon Zynismus lieben, wenn man in Deutschland aus Tierschutz lieber einen Sojaburger isst, bei regenerativer Energienutzung darauf verweist, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, die Zeche aber größtenteils von anderen Ländern gezahlt wird. Pardon, das ist sicherlich grundlegend gut gemeint, aber wahrlich nicht nachhaltig.“

Eine Lösung kann nur global geschehen und nicht durch die Verlagerung der Probleme. Das Wirtschaften auf Pump zum Nachteil zukünftiger Generationen muss endlich ein Ende haben. „Die Jugend ist unsere Zukunft“ ist ein beliebter Spruch, aber wie soll die Jugend die Zukunft ohne die notwendigen Ressourcen gestalten? (Diskussionspapier, phelan)

 

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