28. Januar 2016

Auftaktveranstaltung der Reihe „Betrachtungen der abrahamitischen Religionen“ mehr als erfreulich verlaufen!

 

 

Am 28. Januar 2016 fand in der Nauwieserstraße 11 die gutbesuchte Auftaktveranstaltung der Reihe „Betrachtungen der abrahamitischen Religionen“ statt. Die Kooperationsveranstaltung zwischen der LAG ‚Christ*innen bei der Linken Saar‘ und dem fds_Saar griff das Thema „Ist Muhammed unter den üblichen Kriterien der katholischen Kirche als Heiliger kategorisierbar?“ auf. Dieses sicherlich nicht ganz unproblematische Thema wurde gewählt, da es „zu einer Betrachtung der historischen Person zwingt, aber auch einen interessanten Einblick in die katholische Definition eines Heiligen liefert und natürlich einiger Einblicke in das heilige Buch des Islam, den Qur'an, bedarf“. Entgegen der Ankündigung wurde der manchmal erhobene Vorwurf eines mohammedanistischen Antisemitismus – meist unter Verweis auf die Schicksale der drei jüdischen Stämme der Banu Hazrag, Nadir und Qainuqa – mit Darstellung der erkennbaren arabisch-stammesspezifischen sowie -ethischen Aspekte innerhalb der Umma, als Auslöser seiner Handlungen, ausgeführt.

Wen dieses Thema interessiert, sei auf die folgende Ausarbeitung verwiesen, die kostenlos online zu beziehen ist: „Mohammed und das Judentum, Zwischen Annäherung und Pogrom. Mohammedanistischer Antisemitismus oder arabisch-stammesspezifische sowie -ethische Aspekte als Auslöser seiner Handlungen, Saarbrücken 2011“, PDF: http://goo.gl/qW3kvC. Sie beleuchtet ganz deutlich, dass mit hoher Plausibilität in den drei ausgeführten Handlungen kein Antijudismus, Antisemitismus ist an dieser Stelle sowieso ein äußert unglücklicher Begriff, vorlag, sondern dem Stammesrecht der Umma Rechnung getragen wurde. Dieses stammt vom Referenten der Auftaktveranstaltung Dr. Phelan Andreas Neumann.

„Walter Kappmeier und ich hofften auf einen diskussionsfreudigen Abend und wir bekamen ihn. Und mit deutlich über 10 Personen, war dar Multifunktionsbereich gut gefüllt. Die erste halbe Stunde war von angeregten Gesprächen geprägt, die nächsten anderthalb Stunden wurde dem Vortrag gewidmet und dann noch die Abschlussdiskussion. Hier wurde auch der Entschluss, auf Anregung unseres Genossen Kappmeier, gefasst, dass wir zur Frage wie man sich zu der Ausgestaltung des Religionsunterrichts positioniert, eine eigene Veranstaltung gewidmet werden wird.“ so Neumann.


Für das fds_Saar wird bei weiteren Treffen vor allem die Frage von Interesse sein, ob der aktuelle Trend zu immer mehr verschiedenen Religions-unterrichten (so auch dem Islamunterricht als Pilotprojekt) zielführender ist, als einen allgemeinen Unterricht anzubieten, der alle Religionen wissenschaftlich-kritisch betrachtet und durch Ethik-Elemente ergänzt ist. Letzterer könnte auch als gute Vorbereitung für ein späteres Theologie- und Geschichtsstudium von Vorteil sein.

 

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