23. September 2015

Betrachtet man die steigenden Asylsuchendenzahlen mal anders...

 

 

Dass sich die Geschichte in Zyklen wiederholt, ist eine alte Weisheit. Dass man aber aus der Geschichte häufig nichts lernt, traurige und belegbare Realität. Schon die alten Ägypter versuchten die Hyskos durch den Pharaonenwall im Osten abzuhalten, die Römer mit dem Limes, die EU heute mit Abschottungsmaßnahmen an allen Grenzen. Schon viel früher wurden die unterschiedlichsten Regelungen zur Eindämmung vor Überfremdung und gegen Fremde getroffen; man kann hier die befestigten Siedlungen Mesopotamiens oder die Staatsregelungen der griechischen Poleis anführen. Und bewirkt hat es: nichts.

Menschen, die sich aus purer Not und Angst auf den Weg begaben, die die Völkerwanderungen auslösten, standen mit dem Rücken zur Wand. Selbst bei schlechten Bedingungen im neuen Land, waren diese immer noch um Welten besser als ihre Situation in der Heimat. Denn freiwillig verlässt man die Heimat, das vertraute Umfeld, sicherlich nicht. So war es und so ist es immer noch.

Die Zahl von 450.000 Aslybewerber*innen musste in der aktuellen Jahresprognose auf 800.000 hochgestockt werden. Es ist leider auch –mit Hinblick auf die Dokumentationen- typisch, dass man, als Teil des Geschehens, die Zeit der Völkerwanderung so gar nicht wahrnimmt. Das ist dann das noble Vorrecht der Betrachtung durch die Geschichtswissenschaft zu einem späteren Zeitpunkt.

In der Vergangenheit ist aus den Völkerwanderungen immer etwas Positives entstanden, wovor sollte man also Angst haben.
Es ist schon interessant, dass wir nach der Diskussion über den Völkerwanderungsgedanken diesen wirklich lesenswerten Artikel hier gefunden haben: http://goo.gl/8JsVIT.

 

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